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Daten zur Person

Roswitha Gottsleben
17.01.1907–20.07.1997


Persönliche Ereignisse

Datum: Ereignis: Ort: Info:
Do 17.01.1907 Geburt Frankfurt/Main
1935 Hochzeit (Standesamt) Frankfurt/Main
So 20.07.1997 Gestorben Söhrewald/Kassel
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Info

 
Aus den Lebenserinnerungen von Roswitha Lintz, geb. Gottsleben. Roswitha, in einer sehr musikalischen und naturverbundenen Familie aufgewachsen, besuchte ein Lyzeum in Frankfurt, später ein Haushaltsseminar mit staatl. Abschluss. Die Zeit von 1931 bis 1933 verbrachte sie zum Sprachstudium in England. – Früh half sie in dem väterlichen Haushalt und bei der Pflege der schwerkranken Mutter mit. Die geliebte, treusorgende Mutter ( 1924) war der Mittelpunkt für den Vater, Roswitha und Erich (1908–1972).

Mein Vater, Emil Heinrich Gottsleben, erzählt Roswitha in ihren Erinnerungen, war Lehrer, dann Rektor in Frankfurt/Main, wo er sehr engagiert an der Schulreform mitarbeitete. 1923 wurde er Landschulrat in Bielefeld. Die schwere, leidensvolle Krankheit seiner Frau ließ ihn nach Frankfurt zurückkehren. Er wurde von den Nationalsozialisten vorzeitig in den Ruhestand versetzt. – Mit seinem Schwiegersohn Carl verstand er sich gut. Beide waren große Idealisten, die verschiedene Wege gingen. – Mit 80 Jahren zog er zu Roswitha nach Wanfried. Emil Heinrich Gottsleben starb dort friedlich 1958.

Roswitha heiratete 1935 Carl Lintz. Die beiden Kinder – Dieter und Uta – wurden 1936 und 1943 geboren. Der Sohn Fried aus der ersten Ehe von Carl lebte mit im Haushalt und fügte sich harmonisch in das Familienleben ein. Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 wohnte die Familie in Landsberg/Warthe (Neubrandenburg). Fried war bald nach Kriegsbeginn eingezogen worden. Carl Lintz meldete sich zum Polenfeldzug, später wurde er als Major im Russlandfeldzug eingesetzt.

Am 30.1.1945 flüchtete Roswitha mit ihren Kindern und dem Allernötigsten vor den Russen. Die beschwerliche und oft lebensgefährliche Flucht endete nach zwei Monaten bei Verwandten von ihr in Wanfried bei Kassel. Roswitha nahm in Wanfried jede Arbeit, besonders eine gegen Naturalien an. Endlich, 1951, erhielt die Familie eine bescheidene Rente, die durch ihre Stellung als Organistin verbessert wurde. 1978 zog Roswitha zu ihrer Tochter und dem Schwiegersohn nach Söhrewald bei Kassel.

Die Kindheit von Fried Lintz war durch die frühe Trennung und spätere Scheidung der Eltern überschattet. Abwechselnderweise lebte Fried bei einer seiner Großmütter oder in Pflegefamilien. Nachdem 1934 die Lebensverhältnisse seines Vaters sich verbessert hatten, zog er zu diesem und 1936 mit nach Landsberg. Fried wurde von der Schule weg Soldat. Im Afrikakorps geriet er 1942 in englische Gefangenschaft, d. h. von England aus kam er nach Amerika in ein Gefangenenlager. – 1946 kehrte er nach Deutschland zurück. Er suchte die Familie – Roswitha mit den Kindern – und fand sie in Wanfried. Im Frühjahr 1947 nahm Fried in Kassel eine Arbeit im Laboratorium eines Spinnfaserbetriebes an. Hilde Giese heiratete er 1948. – Er pflegte seine Frau rührend während ihrer schweren Krankheit.

Christa Lintz hatte, wie ihr Bruder, durch die früh zerrüttete Ehe ihrer Eltern in ihren ersten Kinderjahren keine schöne Kindheit. Erst 1933 nahm sie Familie Anton Caspary in Trier auf. Dort wurde sie mit der einzigen Tochter Herta umhütet erzogen. Ab 1935 durfte sie ihre Ferien bei ihrem Vater und dessen Familie verbringen. – Nach dem Einjährigen besuchte Christa eine Haushaltungsschule in Baden-Baden. Christa heiratete 1948 Walter Schuler aus Rötenberg/Schwarzwald. In einem sanierten Bauernhaus dort, das Walter gehörte, wohnten sie viele Jahre, bis sie 1981 in ihr neu erbautes Haus in Aichhalden zogen. Als die Töchter Gabriele und Birgit von Rötenberg zum Studium fort gingen, nahm Christa an Aufbaukursen für Gymnastik mit einem Abschlussexamen teil. Danach richtete sie in mehreren Orten um Rötenberg Gymnastikkurse ein. Walter erkrankte 1982 schwer. Im Krankenhaus in Singen/Hohentwiel wurde er operiert. Tapfer stand Christa Walter bis zu dessen Tod in der schweren Zeit seiner Krankheit zur Seite.

Nach dem Kriegsende besuchte Dieter Lintz weiter die Schule in Wanfried. Daran schloss sich eine Schreinerlehre. 1954 nahm er eine Praktikantenstelle in einer Firma für technische Kinoeinrichtungen in Frankfurt an. Nebenbei besuchte er Kurse an einer Ingenieurschule. In der kinotechnischen Branche arbeitete er mehrer Jahre. Anfang der 60er Jahre gründete Dieter Lintz in Mainz eine eigene Firma für kinotechnische Einrichtungen, die bald gut florierte. Um 1976 gab er seinen Betrieb aus persönlichen Gründen auf. Er nahm eine Stelle bei der Firma Bosch in der kinotechnischen Abteilung in Stuttgart an. Als diese Abteilung aufgelöst wurde, wechselte er als technischer Redakteur in die Dokumentationsabteilung zu Thyssen-Henschel bei Kassel.

Über Uta schreibt die Mutter: Als die Familie vor den Russen flüchtete, war sie noch keine zwei Jahre alt. Sie hatte also von den Kriegs- und Nachkriegsereignissen keine belastenden Eindrücke zu verkraften. Nach dem Mittelschulabschluss besuchte sie eine Frauenfachschule. Ein Praktikum – in Familie und Altenheim – schloss sich an. In Kassel machte sie nach dem Besuch der Elisabeth-Knipping-Schule ihren staatlichen Abschluss zur Wirschaftsleiterin. Beruflich war sie durch ihre Heirat mit Rolf Helbig nie tätig. Ihre Ehe wurde 1989 geschieden. Uta Helbig-Lintz arbeitet heute als selbständige Altenpflegerin in der Nähe von Kassel.
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Familienbaum

               
Emil Heinrich Gottsleben
1876–1959
oo
Bertha Christine Wallstein
1867–1924
 
Friedrich Valentin Lintz
1854–1912
oo
27.10.1888
Caroline Linz
1862–1957
      
   
 
Roswitha Gottsleben
1907–1997
oo
1935
Carl Richard Friedrich Lintz
1891–1944
 
     
   
Dieter Lintz
1936–
Uta Lintz
1943–
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Ereignisse

Person: Datum: Ereignis: Rolle: Ort: Info:
Roswitha Gottsleben Do 17.01.1907GeburtSäuglingFrankfurt/Main 

Roswitha Gottsleben 1935Hochzeit (Standesamt)Braut/BräutigamFrankfurt/Main 
Carl Richard Friedrich Lintz  Braut/Bräutigam  

Roswitha Gottsleben So 20.07.1997GestorbenToteSöhrewald/Kassel 
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letzter Zugriff:
14.04.2021 01:17:29
Lukas Böck
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